Industriemetalle / Commerzbank Commodity Research 27.01.2012:


Der Aufwärtstrend bei den Metallen ist heute Morgen nur kurzfristig unterbrochen. Nach der Preisrallye der vergangenen Tage kommt es zum heutigen Handelsbeginn zu moderaten Gewinnmitnahmen. Der Trend bleibt aber klar nach oben gerichtet. Kupfer beispielsweise handelte gestern zwischenzeitlich über der Marke von 8.600 USD je Tonne und damit auf dem höchsten Stand seit mehr als vier Monaten. Getrieben wurden die Preise vom schwachen US-Dollar im Nachgang der Fed-Sitzung, von teils guten Konjunkturdaten diesseits und jenseits des Atlantiks sowie von festen Aktienmärkten. Diese drücken den aktuell hohen Risikoappetit der Marktteilnehmer aus. Heute dürfte sich der Fokus auf die zur Veröffentlichung anstehenden BIP-Zahlen in den USA richten. Sollten diese besser als erwartet ausfallen, könnte dies den Metallen weiteren Auftrieb verleihen. Die USA sind der weltweit zweitgrößte Nachfrager von Metallen. Einen regelrechten Preissprung verzeichnete gestern Zinn. Das Metall legte zeitweise um 8% bzw. 1.800 USD zu und notiert heute Morgen mit 24.500 USD je Tonne auf einem 4½-Monatshoch. Seit Jahresanfang steht somit ein Plus von gut 26% zu Buche. Der im Vergleich zu den anderen Metallen außerordentlich starke Preisanstieg dürfte auch der Natur des Zinnmarktes geschuldet sein. Denn dieser ist der kleinste und illiquideste Markt von allen Metallen, so dass schon kleinere Käufe große Wirkung entfalten können.                                                                                
                                                                   
 

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